Schrauben und Bohren in Holz

Schrauben und Bohren in Holz


So haben Sie schnell den richtigen Dreh raus

Schraubverbindungen sind im Möbelbau eine schnelle und einfache Alternative zu Leimverbindungen. In Holz zu bohren ist allerdings anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick scheint. Hier erfahren Sie, worauf es beim Schrauben und Bohren in Holz ankommt.

Vorgehen:

So sorgen Sie für feste und schöne Schraubverbindungen:

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Verwenden Sie einen Holzbohrer mit Zentrierspitze. Für normale Löcher von kleinem bis mittlerem Durchmesser können Sie einen Spiralbohrer benutzen. Für tiefe Bohrungen ab 8–10 mm Durchmesser empfiehlt sich ein Schlangenbohrer. Für flache Bohrungen bis 30 mm Durchmesser ist der Forstnerbohrer geeignet. Die Lochsäge ist ideal, um Durchgangslöcher ab 30 mm Durchmesser zu bohren.

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Verwenden Sie immer Holzschrauben. Diese haben ein Gewinde mit großer Steigung und eine ausgeprägte Spitze. Der Schaft ist zylindrisch oder konisch.

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(Akku-)Schrauber und (Akku-)Bohrschrauber sind zum Schrauben ideal. Bei nur gelegentlichem Bedarf kann auch auf Bohrmaschinen zurückgegriffen werden.

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Achten Sie darauf, den exakt zur Schraube passenden Bit (Schraubereinsatz) in Ihr Werkzeug einzusetzen. Sonst kann es passieren, dass Sie beim Schrauben abrutschen. „Torx“-Schrauben bieten den besten Halt, „Kreuz“-Schrauben (Fachbegriff Pozidriv oder Philips) sind generell besser geeignet als Schlitz-Schrauben.

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Das beste Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie längs zum Verlauf der Holzfasern bohren. Stellen Sie die Drehzahl richtig ein. Ist die Drehzahl zu gering, wird die Bohrung unsauber. Bei zu hoher Drehzahl besteht die Gefahr, dass das Werkstück überhitzt und Brandflecken entstehen. Setzen Sie den Bohrer sauber an.

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Befestigen Sie das Werkstück mit Zwingen, damit es beim Bohren nicht verrutscht. Um Ihre Arbeitsplatte nicht zu beschädigen, legen Sie eine Resteplatte unter, in die Sie hineinbohren können. Dies verhindert zudem das Ausreißen von Fasern beim Durchbohren.

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Um zwei Holzteile mit Schrauben zu verbinden, bohren Sie das Teil, durch das zuerst geschraubt wird, stets 0,5 bis 1 mm größer vor als der Schraubendurchmesser ist. Das Teil, in das hineingeschraubt wird, sollten Sie hingegen stets 1 mm kleiner vorbohren. So kann das Gewinde gut greifen.

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Falls Sie Senkkopfschrauben benutzen, senken Sie das Bohrloch so tief an, dass der Schraubenkopf ganz darin verschwindet.

Projekte mit dieser Anwendung

Rechtlicher HinweisBosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.