Das Einmaleins der Holzverbindungen

Das Einmaleins der Holzverbindungen


Welche Verbindung führt zum Ziel?

Selbst solide gebaute Gebrauchsmöbel halten selten ein Leben lang, weil sie ständig beansprucht werden. Jede Reparatur bei Holzmöbeln beginnt mit dem Stabilisieren von Verbindungen, Rahmen und Gestellen.

Vorgehen:

Bei Holzverbindungen unterscheidet man drei verschiedene Arten, wie Werkstückteile miteinander verbunden werden können: stoffschlüssig (z. B. geklebt, geleimt), kraftschlüssig (z. B. geschraubt, genagelt, verkeilt) und formschlüssig (z. B. geschlitzt, gedübelt, gezinkt). Holz arbeitet – auch noch in Brettform. Dies ist bei allen Verbindungen, insbesondere bei solchen aus Massivholz, zu berücksichtigen. Holzteile können unlösbar oder lösbar miteinander verbunden werden. Bei lösbaren Verbindungen halten geeignete Beschläge die einzelnen Elemente zusammen. Unlösbare Verbindungen finden immer mit Leimzugabe statt und sind – sofern sie sich nicht im Lauf der Zeit von selbst lockern – nur durch Zerstörung wieder zu lösen. Die gebräuchlichsten Verbindungen sind formschlüssig. Hier eine Auswahl:

1

Im Möbelbau findet man sehr häufig stumpf gedübelte Verbindungen. Diese Verbindungen entstehen durch das Einbohren von Dübeln und sind äußerst haltbar. Allerdings sind sie schwierig herzustellen – ebenso wie die extrem stabilen Eckverbindungen mit Flachdübeln. Darum werden Ecken auch oft über Nut und Feder miteinander verbunden.

2

Die Überblattung ist die einfachste Eckverbindung im Rahmenbau. Dazu wird von jedem Teil der zu verbindenden Werkstücke die jeweils halbe Holzstärke ausgespart; dann werden die Werkstücke miteinander verleimt. Allerdings ist diese Verbindung nicht besonders belastbar. Deshalb sollte man sie zusätzlich durch Schrauben oder Stifte sichern.

3

Zum Herstellen von Fenster- und Möbelrahmen eignet sich besonders die Schlitz- und Zapfenverbindung. Die aufrechten Rahmenteile erhalten in der Regel Schlitze, die waagrechten Zapfen. Bei dicken Rahmenhölzern sind auch Doppelzapfen üblich.

4

Das Zinken ist eine mehrfache Verzahnung gerader oder keilförmiger Zapfen, die auch Schwalbenschwänze genannt werden. Diese Verbindungsart wird bei Vollholz eingesetzt, da die verbundenen Teile ungehindert quellen oder schwinden können, ohne dabei ihre Form zu verlieren. Ebenfalls ist die Schwalbenschwanzverbindung ein optisches Zierelement.

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